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Roland Koch im Gespräch mit Frau zu Kappenstein

Foto: Michaela Hanf Herr Koch kann gar nicht verstehen, das ich ihn nicht verstehen kann.
Foto: Michaela Hanf
Herr Koch kann gar nicht verstehen, dass ich ihn nicht verstehen kann.

Haben Sie mitbekommen Roland Koch, der Ex-MP, das hessische Energiebündel hatte ja vor längerer Zeit die staubtrockene Parlamentsluft gegen feuchte Zementluft eingetauscht. Als 1. Mann an der Betonmischmaschine bei Bilfinger und Berger hat er einen genialen Unruheherd für sich ausgemacht. Er ist nicht der einzige Wechsel des Lagers. Weitere Privatkonteneröffner sind: Pofalla, Niebel, Schröder, Fischer und Co. Ich kann gar nicht alle aufzählen. Man kommt ja sonst zu nichts anderem.

Ich gehe immer gern vor die Tür und schaue nach, ob Berlin noch da ist. Da läuft mir doch ganz in der Nähe vom Brandenburger Tor Herr Koch vor die Füße. Ausgerechnet zu der Zeit, als in Berlin Sommer ist, die Fanmeile eröffnet und der Aktienkurs von Bilfinger Berger in den Keller rauscht. „Herr Koch wie konnte das mit dem Aktienkurs nur passieren?“ „Weiß ich auch nicht, die Politik hat sich für Aktienkurse gar nicht interessiert, auch nicht für die von Bilfinger und Berger.“ „ Aber Sie sind dort der 1. Mann an der Kelle und haben die Lufthoheit über die Zahlen und die Zukunft des Unternehmens.“
„Ja und, was soll ich machen? Wissen Sie wie häufig, die Ursachen ganz woanders zu suchen sind. Beim Wetter, den Subunternehmen, der Konjunktur, der Politik, den Wechselwählern.“ „Herr Koch, mit anderen Worten Schuld haben immer die anderen. Sie sind doch gar nicht mehr in der Politik.“

Ja glauben Sie etwa, ich mache die Prognosen bei Bilfinger? Dafür haben wir Fachleute, teuer eingekauft und hoch bezahlt. Soll ich mir etwa zu Herzen nehmen, das die Prognosen sich nicht an die Fakten halten, da mache ich lieber gar keine.“ „Herr Koch, „Prognosesicherheit ist das A und O eines erfolgreichen Unternehmens und damit des Managers.“ „Wer braucht Verstand, wo es Vorstand gibt. Wissen Sie, es hätte alles gar nicht so weit kommen müssen, hätte man mich woanders mitspielen lassen, hätte mich Bilfinger nicht abgekriegt. Jetzt mache ich eben Erfahrungen in einem Unternehmen, von dem ich keine Erfahrung habe, ist doch besser als zu Hause rumsitzen. Außerdem brauche ich jetzt noch nicht einmal die Wählerinnen und Wähler, wir besprechen alles im kleinen Kreis.“

„Was ist mit den Aktionären?“ “ Die können froh sein, dass ich keine Drohne bin, da, hätte ich mehr Überblick, dafür wäre ich teurer und würde mehr Kollateralschäden anrichten. Wäre Ihnen das lieber? Guten Tag, jetzt wünsche ich Ihnen noch einen schönen Sommer, ich habe ihn auf jeden Fall, und zwar ohne Parlamentsferien, dafür in frischer Luft, das ist für die SteuerzahlerInnen auf jeden Fall günstiger.“

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