Veröffentlicht in Bühnenstars, Foto, freche Texte, Glosse, Humor, Kabarett, Kolumne, Notizen aus der Hauptstadt, Satire, tolle Musik

Berliner Fashion Week – wie gut, dass ich kein Model bin

Willig und billig? Mit und ohne Behinderung!

img_3510
Alt und getragen ist einfach bequemer als neu und schön.

Wie gut, dass ich kein Model bin und mit dem optischen Einsatz meines Körpers arbeiten muss. Berlin bietet mal wieder was, und zwar die Fashion Week. Da bleiben keine Wünsche offen. Oder doch? Es wird immer mehr geboten, extraordinär steht da häufig auf der Tagesordnung ganz oben. Da kann man nicht meckern. Selbst wenn ich länger überlege, fällt mir kaum was ein. Vielleicht eine Kleinigkeit. Was machen die Models nicht alles für die Schönheit, hungern, stöckeln, kippeln… Habe sogar Schuhe entdeckt, mit denen man geradeaus laufen kann. Defilieren, sich hervorheben, über die gesamte Strecke ist hier das Ziel, deswegen auch Aufmerksamkeit am unumstößlichen Wendepunkt. Genau da passiert es! Es kommt reihenweise zum Knick-, Bruch-, Schuhverlustgang. Platteau-Schuhe halt. Auch andere Dinge blieben in der Kurve liegen. Hoch lebe die freie Schuhwahl. Wenn Sie diese und anderen Kuriositäten aus der Hauptstadt erfahren wollen am Samstag, 21.01. um 19.00 Uhr auf der Zitadelle (Klang-Holz e. V.)

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre  Hauptstadt Humorarbeiterin

Frau zu Kappenstein

 

Mitwirkende: Markus Virck (Sänger / Gitarrist), Anne Allex (Autorin und Initiatorin), Charlotte zu Kappenstein (Hauptstadtkabarettistin),
Ort: Klang-Holz e. V. (Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtverbandes)
auf der Zitadelle Spandau, Haus 4
Am Juliusturm 64
13599 Berlin

Der Eintritt ist frei!

Anfahrt: S- Bahn Richtung Rathaus Spandau, U7 2 Stationen Richtung Rudow / U7 Richtung Rathaus Spandau – Ausstieg Zitadelle

Dieser Veranstaltung wird gefördert durch:

am_logo_rgb

logo

Veröffentlicht in Bühnenstars, Foto, freche Texte, Glosse, Humor, Kabarett, Kleinkunst, Kolumne, Komik, Satire, tolle Musik

Die Besten zu Gast bei „Buntes Kabarett, Musik und MEHR“ am 09.09.

Wie beim letzten Mal  … es wird wieder eine zauberhafte Abendunterhaltung, wenn die Kabarettistin Frau zu Kappenstein einlädt ins schöne Kulturhaus Karlshorst. Dann heißt es wieder: Buntes Kabarett, Musik und MEHR“ am 09.09. um 20.00 Uhr

Freuen Sie sich ganz besonders auf:

Martin Valenske. Der äußerst aktuelle politische Kabarettist Martin Valenske, der in der Distel auftritt, erweist uns die Ehre. U. a. ist er als Duo-Partner unterwegs.

Martin Valenske in Aktion
Martin Valenske in Aktion

Einmal mit Henning Ruwe mit dem Programm: „Bei Mutti schmeckt’s am besten. Neues aus der Wirtschaft“ und zum anderen Male -jeden Monat neu – als Mitstreiter vonTilman Lucke, auch bekannt aus der Distel, die Late-Night-Show „Frisch gepresst“. Es gibt wunderbare Ausschnitte aus diesen Programmen. Kabarett in Hauptstadt.

Fr. 09.09.2016 | 20 Uhr
Buntes Kabarett, Musik und MEHR
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, Ecke Dönhoffstraße (S-Bahnhof Karlshorst)
Kartentelefon: 030 475 94 06-10
Eintritt 8 € (ermäßigt 3 €)

Veröffentlicht in Glosse, Humor, Satire

Papst macht lustig

Wir sind Papst gewesen muss man ja fast sagen!
Dabei erinnere ich mich so gerne, z. B. an den Weltjugendtag.
Bene-Detto kam ins Rheinland und ich war ganz aus dem Häuschen.
Gut, er konnte den Altersdurchschnitt nicht senken, aber sonst…
Seinerzeit unternahm der Heilige Vater eine back-to-the-roots-tour. Er besuchte seinen Geburtsort Marktl am Inn und nicht zu vergessen „seinen Taufstein“. Welch eine Begegnung! Wenn wir mal ehrlich sind, die beiden hatten fast 80 Jahre früher nicht daran gedacht, dass eine Begegnung im späteren Leben von Weltinteresse sein wird. Eigens dafür wurde der Taufstein von seinem staubigen Dasein befreit und aus der Rente geholt, um an alter Wirkungsstätte mit dem einstigen Täufling um die Wette zu strahlen.

Foto: Jürgen Bosmann
Foto: Jürgen Bosmann

Seinerzeit war in der Zeitung zu lesen: Über mangelnde Kreativität jedenfalls wird sich die kath. Kirche nicht beklagen können. Ob die Schneekugel mit den Heiligen Drei Königen zu 10,70 €, die Jesus-liebt-dich-Tasse zu 9,50 € oder eine Weihnachtsmütze zu 5,90 €, die Weltjugendtag gGmbH zeigt nicht die geringste Scheu vor der Einnahme auch kleiner Beträge.

Ich war direkt angetan von der Produktpalette und schlug vor, die Ausstattung mit der Jesus-liebt-dich-Tasse vorzunehmen. Mein eifriger Vorschlag stieß nicht auf wirkliche Gegenliebe. Vielmehr gab man mir zu verstehen, aus Versehen können Tassen hinfallen und ich dürfe dann nicht böse sei, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Kein Grund für mich, die entzückende Idee mit den Fan-Artikeln zu vergessen. Na gut, dann die Weihnachtsmütze! Mal sehen, ob sie einen Aufdruck hat. Notfalls kann man nachhelfen und wenn sie hinfällt, dass macht nichts, auch gefallener Stoff ist noch tragbar.

Außerdem ging es in dem Artikel noch um die Lieferung von 8.000 kostenlosen Kondomen. Der Geschäftsführer des Unternehmens (WJT) regte an, diese zu ihm nach Hause zu bringen. Daraufhin haben ihn alle für einen Angeber gehalten.

Handelt es sich dabei etwa um Blanko-Exemplare? Wenn ja, dann gehört darauf ein ordentlicher Aufdruck, z. B. Jesus-liebt-dich. Und wenn mal was ins Rutschen gerät, platzt oder sonst den Dienst versagt, dann wird das bestimmt ein Kind Gottes. Bloß, wie kommt Jesus-liebt-dich auf das Latexmaterial? Aufbügeln ist gut gemeint, fällt aber wegen mangelnder Hitzebeständigkeit flach. Es muss ein Dummy her nebst Kirchenoberhaupt. Was folgt ist der letzte Überzug und der kirchliche Segen, und die Verteilung kann beginnen. Dann wird Jesus-liebt-dich mal verborgen und mal zu lesen sein.

Und wer kein Verhüterli bekommt: Wie wäre es mit einem Dauerlutscher? Der ist schön anzusehen, hält eine Weile und wird mit jedem Schleck weniger. Womit Jesus-liebt-dich auch durch den Magen geht.

Monate später trudelte ein Dankeschön aus Rom ein. Unaufgefordert lag ein Gruß von Herrn Ratzinger, der bekanntlich unter einem andern Namen firmiert, auf den Tisch. 120 Minuten Bene-Detto. Fein säuberlich eingeschweißt in Folie und mit Foto für den täglichen Gebrauch. Somit steht Benedikt XVI auch außerhalb seiner Besuchszeiten in Deutschland zur Verfügung, und zwar gebannt auf DVD mit Untertiteln und freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß Paragraph 14 JuSchG FSK. Außerdem verwies das beigefügte einfühlsame Anschreiben auf die noch immer nachwirkenden Ereignisse des Papstbesuchs und die äußerst lebendigen Erinnerungen.

Ende von der Geschichte: die Nachfrage nach Jesus-liebt-dich-Windeln ist 9 Monate später sprunghaft angestiegen.
Und jetzt: kaum sind 700 Jahren vergangen schon tritt wieder ein Papst zurück!

Veröffentlicht in Foto, Glosse

Die Hauptstadt muss man nicht gut finden, man muss es wollen

Bericht aus der Hauptstadt für Interessierte

Natürlich geht auch hier nicht immer alles reibungslos ab. Es ist eine Anhäufung von Dörfern und das merkt man auch. Und dabei rede ich noch nicht von dem Großflughafen. Es kommt zu Engpässen und Verspätungen. Hier etwas Hausgemachtes.

Was ist passiert? Begeben Sie sich einfach mit mir auf eine Straße, dort begegnen Ihnen Lenkradpiloten, die sich bei einem Engpass mit galanter Geste einigen könnten. Einfach dem Anderen die Vorfahrt gewähren. Das könnte eine Lösung sein. Wohlgemerkt könnte. Aber wie so häufig im Leben: „Ich gebe Dir Recht“, bekommt man nahezu gar nicht zu hören. Das ist in der preußischen Großstadt nicht anders als anderswo. Stattdessen begegnet man sich gerne auf Augen-, Entschuldigung, auf Fahrertürhöhe. Dann blockieren die Platzhirsche den gesamten Verkehr und tauschen bei lässig heruntergelassenem Fenster ihre Positionen aus. Dem vergleichsweise lautlosen Öffnen des Fensters folgt ein lautstarker Austausch von individuell abgefaßten Worten. Bitte ersparen Sie mir die wörtliche Wiedergabe. Nur soviel, es geht um Kopulation und Erzeugerin und die Gegenseite bezieht sich auf eifrige Handarbeit mit eigenen Körperteilen und das Angebot, ich zeig dir die Radieschen von unten und dafür hole ich sie nicht aus der Erde …

Die Schlange der Fahrzeuge wird auf beiden Seiten lang und länger. In der Straßenmündung bildet sich ein Rückstau. Mal sehen, ob was in den Abendnachrichten auftaucht. Zuletzt hörte ich vom tätlichen Anschlag in einer Agentur für Arbeit. Vieles ist möglich, nicht alles muss gemacht werden.

Und ich denk noch, es hätte schlimmer kommen können. Die Hauptstadt muss man nicht immer gut finden, man muss es wollen. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich spreche.

Veröffentlicht in Foto, Glosse, Satire

Mückenstiche müssen nicht sein

Bitte schleppen Sie keine fremden Mücken ein. Ist ja gerade Urlaubszeit. Wie schnell verirrt sich so ein Quälgeist im Gepäck.
Dies soll ein Mückentanz sein? Foto: Artenschutztheater

Wenn es doch passiert ist. Einfach das Kleintier einfangen in einer Streichholzschachtel, im Glas, was gerade so da ist und dann ab in den Gefrierschrank. Wofür? Interessiert Sie denn gar nicht, wo das Tier seinen Ursprung hat, welche Art, welche Krankheit es möglicherweise überträgt? Na also. Sie könnten den exklusiv gekühlten Kadaver dann einschicken. Es gibt Leute, die interessieren sich von Berufs wegen für die 49 bekannten Arten und die anderen auch. Bitte berücksichtigen Sie: Die gemeine Mücke darf weder erschlagen noch verletzt sein, denn dann ist sie sozusagen uninteressant/unbrauchbar für die Analyse. Sie können natürlich auch mit dem Rasterelektronenmikroskop unterm Arm im Freiluftgelände selbst recherchieren. Nur Ihre Erkenntnisse landen dann noch längst nicht im öffentlichen Mückenatlas und das nur weil Sie kein autorisiertes Institut sind.

Und jetzt ein Tipp zur Vorbeugung: Ein solches Tier stürzt sich in aller Regel auf Sie, wenn Sie interessant riechen (nach Schweiß) oder die passende Blutgruppe haben. So ein Stechtiger fährt auf Blutgruppe 0 ab. Als Abwehrmaßnahme können Sie einfach unattraktiv frisch gewaschen sich den 24 Stunden des Tages stellen und sicherheitshalber im Bedarfsfall die Blutgruppe tauschen, die Gruppe A mögen sie gar nicht.

Beim nächsten Mal erzähle ich Ihnen was Sie tun können, wenn Sie nicht präventiv tätig waren.

Veröffentlicht in Foto, Glosse, Humor, Kolumne, Satire

Änderung des Meldegesetzes – erfahre ich jetzt wo Frau Dr. Merkel wohnt?

Foto: Artenschutztheater
Foto: Artenschutztheater

Man glaubt es nicht, was in dieser Republik alles möglich ist. Nach Mitternacht wurde in weniger als einer Minute mit 25 Bundestagsmitgliedern ein neues Meldegesetz verabschiedet. So eins, bei dem die Werbewirtschaft bekommt was sie will: Werbeadressen. Frau Petra Roth wurde auf die Abstimmung im Bundestag angesprochen. Sie gab zu, an dem Abend Fußball geguckt zu haben, Deutschland hat gespielt. Unsere Ilse Aigner (Verbraucherschutzministerin) war im wesentlichen überrascht, informiert war sie nicht und der Ministerpräsident von Bayern spricht davon, das Gesetz wird im Bundesrat gekippt, für ihn ist das klar.
Ich glaube ja, immer wenn die Bevölkerung zur Ruhe kommt, abgelenkt ist mit Urlaub, EM, Olympia und Co. (achten Sie mal darauf), dann werden Grausamkeiten (ESM-Vertrag u. a.) beschlossen. Demnächst sind wieder Olympische Spiele!
Nach dem neuen Gesetz könnte ich denmnächst mit gut acht Euro bei der Meldebehörde aufschlagen und nachfragen, wo wohnt eigentlich Angela Merkel. Dann würde nachgesehen und mir würde
a) keine Auskunft gegeben, weil die Adresse gesperrt ist
b) bei Frau Angela Merkel nachgefragt, ob sie mir die Adresse mitteilen dürfen
c) ich längst selbst recherchiert habe
Ich weiß wo Frau Dr. Merkels Briefkasten ist und wo ich meine Werbung, ob erwünscht oder nicht, deponieren kann. Dann wird Herr Sauer den Kopf schütteln
und sagen: „Diese Werbung nimmt überhand, Angela mach mal was.“ Und sie wird sagen: „Das haben wir doch gerade erst.“

Veröffentlicht in Film, Glosse, Humor, Satire

(Willy Brandschutz) Herzlich Willkommen zur Eröffnung des Flughafens!


Kulturhaus Spandau – Video: Andreas von Penneburg

Beinahe wäre es so weit gewesen.

Als ich mit einem Mal die betretenen Gesichter von Platzeck und Wowereit sah …

Jetzt habe ich schon Angst. Die Betriebsgenehmigung der Flughäfen Tegel und Schönefeld läuft in 6 Monaten aus. Wenn alles schief geht, dann ist Berlin demnächst nicht mehr aus der Luft zu erreichen. Aber sagen Sie mal nichts! Ich weiß auch noch nicht wie ich den Vögeln mein geschlossene Fenster am 3. Juni erkläre. Der Brandschutz und TÜV-Rheinland dürften als Rheinländer
keine allzu großen Probleme bereiten. Man kennt sich, man hilft sich!