Über

Karikatur: Klaus Stuttmann

Immer dieser bescheuerte Andy. Immerhin bleibt sich die CSU treu und schickt zur Entsorgung Verkehrsminister nach Berlin. Aktuell ist Master of Mautdesaster am Ruder, der Kämpfer für Elektrotretroller und schlechte-Luft-egal-Werte freut sich darüber, dass die Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeitsüberschreitung einkassiert werden. Er war sowie dagegen. Wann, ja wann endlich erklärt ihm jemand den Unterschied zwischen Abwrackprämie für Autos und die für Politiker in Verkehrsfragen.
 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Seehofer ist in Sachen Rassismus undercover unterwegs

Er will wissen, wie es ist, und geht analog zu Günter Wallraff investigativ vor. Seehofer ist als Schwarzer nicht wiederzuerkennen. Er wird gefragt: „Woher du seien?“ Das Gegenüber hält währenddessen das Portemonnaie festumschlossen und fragt weiter: „Und was machst du so?“  „Ich arbeite im Krankenhaus.“ „Bestimmt als Pflegekraft“ und er antwortet, „nö, als Chefarzt.“

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Das Männergespräch

Söder: „Wie viele Wandlungen denn noch, grüner Anstrich, Bienen streicheln und jetzt Zöpfe tragen.“ Laschet: „In meiner Ehe bin ich schon mit einer Frau verheiratet.“ Röttgen: „Ich seh doch selber gut aus.“ Spahn: „Ich weiß gar nicht, was das soll, mein Mann und ich, wir praktizieren Gleichstellung.“ Merz: „Ganz ehrlich, es ist ein Gerücht, dass die Wurst besser wird, wenn das Schwein vorher mit dem Metzger spricht.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann
 
Ganz gleich ob EU, Kanzlerfrage oder CDU-Vorsitz überall Schattengewächse

Bleiben wir bei der CDU. CDU ist bekannt? Club Deutscher Unternehmer. Als amtierende CDU-Vorsitzende könnte Annegret Kramp-Karrenbauer gut Unterstützung gebrauchen. Was passiert stattdessen? Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. Und wer da alles kräht. Der Möchtegern George Cloney: Nobby Röttgen oder der Handlanger von Black Rock, der Monat Merz. Und dann  Jens Spahn, das fleischgewordene Standbild aus dem Gesundheitsministerium. Nicht zu vergessen Armin Lasset, sagt ständig was, auch wenn er nichts zu sagen hat.

Anstatt eine neue ANGELA aufzubauen, nichts in Sicht, nur Schattengewächse.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Einzuhalten ist: 1,5 m, also eine extra große Wurstlänge Abstand

Tönnies, die Firma mit dem schönsten Logo und der größten Unkenntnis beim Inhaber, will herausbekommen haben, was verändert werden muss, obwohl Herr Tönnies die Verbreitung des Virus von Anfang an untersagt hat. „So etwas ist ja kriminell.“

Ihm ist auch zu Ohren gekommen, dass mit Beginn der Urlaubszeit Fahrzeuge mit Gütersloher Kennzeichen Beherbergungsverbot haben. Das findet er ungerecht und empfiehlt kreativen Umgang mit dem GT-Kennzeichen: Für Gera einfach das T abkleben. Alternativ kann auch das G abgeklebt werden und das T wird dafür ergänzt. Da gibt es viele Möglichkeiten. Das Kfz-Kennzeichen nur T gibt es nicht. Dagegen stehen TUT für Tuttlingen in Baden-Württemberg bis THW und mehr zur Verfügung. Wer sich für THW entscheidet, sollte sich auf Anfragen bezüglich technischer Hilfsmaßnahmen einstellen. Dieser kreative Umgang ist selbstverständlich freiwillig, genau wie der Nutri Score von Julia Klöckner. Dagegen unbedingt einzuhalten ist: 1,5 m, also eine extra große Wurstlänge Abstand, offiziell auch bei Tönnies.

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Während Seehofer sich beraten lässt (s. o.) gehen bei der TAZ Vorschläge zur Anschlussverwendung von Seehofer ein:

Ministerium für Hobbyeisenbahnen

Ministerium für Zaunbefestigungsanlagen

Ministerium für Figurenbastelsets (Merkel)

Ministerium für Satzpausen und Satzverzögerungen

Ministerium für Händeschüttelverweigerer

Ministerium für private Äußerungen (AFD-Kritik)

Ministerium für den bedächtigen Berufsausstieg

Ministerium für Fremdschämen

Ministerium für Fettnäpfchen

Ministerium für Söderverhinderer

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Spahn und die Pandemie (Satire)

Der Mann wird unglücklich, wenn er drei Tage nicht in den Medien war. Derzeit gibt es das Problem nicht. Ansonsten befürchtet er nicht mehr auf der Straße erkannt zu werden oder hat Angst endgültig in Vergessenheit zu geraten, wie sein Ehegespons weiß. Damit das nicht passiert, gibt es einen großen Ideenstapel mit vielen Projekten. Corona-Warn-App oder die Sache mit der Organspende. Alle, die eine Organspende benötigen, freuen sich darauf. Wie sieht es bei Daniel aus, das ist Spahns Ehemann? Er soll alles erben. Sogar Jens‘ Herz. Dabei reicht es dem Daniel völlig, wenn Jens ihm täglich sein Herz ausschüttet. Auch die Leber soll er bekommen. Alles, nur die nicht. Jens hatte ein Vorleben im Münsterland, das hielt sich im Wesentlichen durch die Kultur der Schützenvereine und deren Trinkgewohnheiten aufrecht. Das mit dem „aufrecht“ nehmen Sie mal besser nicht wörtlich. Die Leber kann er behalten. Und dann spricht er auch noch von den Nieren. Der Jens war noch nie gut durchspült, das trifft auch für die Nieren zu. Und jetzt noch die Corona-Warn-App. Hört das denn nie auf?

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttman

Damit Corona nicht viral geht

Von wegen Grenzen dicht, Regale leer, wie früher in der DDR. Grenzen auf, Regale voll, kauft, was ihr kaufen wollt. Nun kurbeln Sie mal schön die Wirtschaft an mit dem Kauf von Masken, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Duschvorhängen. Arztpraxen empfehlen: Damit Corona nicht viral geht, geht der Duschvorhang bei der Umarmung. Ich glaube mein Freund Tilman überlegt immer noch, ob ich einen durchsichtigen oder einen undurchsichtigen Duschvorhang zum nächsten Treffen mitbringe.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

MS Schmetterlinge im Bauch

Gundula, meine Freundin hat es geschafft. Während andere eine Immobilie kaufen, hat sie ihre verkauft und in Kreuzfahrten investiert. Nach über 20 Kreuzfahrten ist ihr ein Fisch ins Netz gegangen. Jetzt sind die beiden auf Kreuzfahrt von Spandau, wo er wohnt, über Charlottenburg, wo sie wohnt, auf die Weiten der Spree hinaus.

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Haute couture während der Pandemie

In diesen Tagen ist der Urlaub ein Thema und damit die Frage der passenden Urlaubsbekleidung. Wer was auf sich hält, passt sich den Gegebenheiten an.

Zur Einstimmung ein Vorschlag für die Bademode. Nur damit man sich schon mal an den Anblick gewöhnen kann.

Ich mache in Corona-Zeiten einfach mal Urlaub vom Verreisen. Geht doch auch.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Wir bleiben mit Anstand auf Abstand

Guten Tag, hier spricht der Flugkapitän auf dem Covid 19 Flug. Schnallen Sie sich bitte an und die Bedenken aus. Wir haben mehrfach überlegt, aber leere Sitzreihen rechnen sich nicht. Dafür können Sie mit uns rechnen. Sollte jemand an Ihrer Seite erkranken, bleiben Sie entspannt und legen die Person einfach am Notausgang ab. Wir kümmern uns darum. Selbstverständlich bleibt die Lüftung während des gesamten Fluges in Betrieb und verbreitet ausschließlich angenehme Aerosole. Sie befinden sich an Bord eines erfahrenen Flugteams. Zu Ihrer Sicherheit wurde Corona über diesen Flug informiert. Ansonsten bleiben wird mit Anstand auf Abstand.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Meine Nachbarin kommt von einem Gehirnforschungsinstitut zurück. „Na, wie war es?“ „Ganz ok. Das Institut sucht jetzt Testpersonen für eine Vakuumforschung und bittet um Mithilfe. Wenn du jemanden kennst?“ „Einfach mal nachsehen bei den Massenveranstaltungen in Coronazeiten.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Verschwörungstheoretiker*innen brauchen Liebe

Das muss ich Sie noch unbedingt fragen, was machen Sie eigentlich beruflich?“ „Ich beschäftigte mich mit Zugluft.“ „Dieses Berufsbild findet ja immer mehr Verbreitung. Sagen Sie nichts, das sind doch die, die in der Öffentlichkeit für mehr Hygiene demonstrieren. Richtig?“

Ich glaube ja, die Demonstran*tinnen brauchen unsere Liebe am meisten, wenn sie sie am wenigsten verdienen.

 

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

„Öl zu verschenken von großzügiger Nachbarin

Bitte vorläufig nicht Nachtanken, stattdessen Familienangehörige, den Bekannten- und Freundeskreis informieren. Ohne Nachweis der Bedürftigkeit wird an alle abgegeben. Staatliche Subventionen für Großbetriebe sind ja schon bekannt, deswegen wird es höchste Zeit, endlich mal die „Kleinen Leute“ zu bedenken. Sie brauchen auch keine Angaben über die Abnahmemenge zu machen, es ist genug für alle da. Von digitalen Anfragen ist abzusehen, wir wollen ja nicht, dass die Server abstürzen. Aus logistischen Gründen ist es von Vorteil, sich ein Zeitfenster unter Angabe der Abnahmemenge auf der Seite „Öl für alle“ zu buchen.“

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

 

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Bitte gegenwärtiges Aussehen mit dem Ausweisfoto vergleichen

Mich ereilt eine Mail von den Meisterinnen und Meistern der Haarschneidekunst.

Da ist zu lesen: Nach einer Zwischenphase ist klar geworden, wir gehören dazu, wir sind systemrelevant. Deswegen sind wir hocherfreut, wenn unsere Dienste in Anspruch genommen werden. Bei nicht wenigen weicht das allgemeine Erscheinungsbild stark von dem Bild im Ausweis ab. Daran ändert auch das Abnehmen der Mundnasenmaske nichts.

Bei uns wurde Vorsorge getroffen und wir sind innerlich und äußerlich vorbereitet und gebieten mit Scheren und Kämmen in Extralänge dem Haarwuchs Einhalt. Dann kann wieder zum Vorschein kommen, was darunter verborgen blieb.

Derzeit ist der Ausschank von Getränken untersagt. Bitte arbeiten Sie gegen die Dehydrierung selber an.

Während Ihres Aufenthalts schweigen wir ausdauernd. Hochsteck-, tiefergelegt oder Undercutfrisuren bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Die Zeichensprache braucht nicht neu erfunden zu werden. Sollte es zu Verständigungsschwierigkeiten kommen, einfach auf die Stelle in den ausgelegten Explosionszeichnungen tippen. Ansonsten gilt: Wir bleiben auf Abstand bei Gesichtsbehaarung, insbesondere bei Haaren auf den Zähnen, Theo-Waigel-Gedächtnisbrauen, Wimpern und Nasenhaaren. Bei Überlänge an besagten Stellen steht ein innovatives Tutorial zur Verfügung. So können Sie in Eigenregie mit ein wenig Geschick ein extraordinäres Flechtwerk mit individueller Note entstehen lassen.

Bei personenbezogene Daten bleiben wir nicht auf Abstand. Sie werden entgegengenommen, um auch im Nachhinein zu ermitteln, wer die Haarschneidekunst verursacht hat und wer von der Auswirkung profitieren durfte. Bitte berücksichtigen Sie, wegen der hohen Nachfrage werden Termine über Wochen im Voraus vergeben. Auch wenn es noch so ärgerlich sein mag, sonntags wird Kundschaft und Hairstylist voneinander getrennt. Denn wie wir alle wissen, am 7. Tag sollst du ruhen. Das gilt sowohl für Handgelenke als auch nachwachsende Haare. An allen anderen Tagen wird bis zum Umfallen weitergearbeitet. Nach Einbruch der Dunkelheit mit elektrischem Licht.

Ihre Stylisten freuen sich auf Sie.

P. S. Wir machen garantiert das Beste draus, wenn Sie Ihren Personalausweis mitbringen.

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Es geht voran, zumindest bei den Baustellen

Der BER soll eröffnen. Ich gucke ja auch ganz viel, was meine Freundinnen in Coronazeiten so machen, die einen graben den Garten um, das entfällt bei mich. Ohne Balkon kann ich nicht mal die Balkonkästen von rechts nach links sortieren. Dafür habe ich ein Fernglas, damit kann ich die zahllosen Baustellen beobachten. Dann seh ich wenigstens, wie es woanders vorangeht. Schon jetzt überlege ich, ob der BER mit oder ohne Flugbetrieb eröffnet.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Berlin hat eine neue Handtuchkultur

Ich weiß ja nicht, weshalb Sie in Berlin sind bzw. nach Berlin gekommen sind. Bei mir ist es wegen der Kultur. Seitdem ich die Handtuchkultur wieder für mich entdeckt habe, steht fest, ich bleibe hier. Der Mensch braucht Halt. Dabei hilft eine vorgegebene vertraute Gestaltung auch im Außenbereich. Fürs individuelle Wohlbefinden gibt es in meinem Sommerwohnzimmer außerdem Bierkultur (an jedem Tag), Baumkultur (den Baum werde ich pflanzen und täglich bestaunen) und Modekultur (mal Bikini, mal Turban und auf jeden Fall ein mitwachsendes Handtuch).

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre Frau zu Kappenstein

 

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Heute habe ich Ihnen die Coronalaus mitgebracht. Ein sehr kleines Tier, das seinen Ursprung dem Vernehmen nach im trumpschen Umfeld hat und inzwischen per Flugzeug und Schiff weltweit verbreitet worden. Diesem possierlichen Tierchen muss man mit Abstandsregeln und umfänglicher Hygiene begegnen.

Mit bloßem Auge ist die Coronalaus nicht erkennbar. Erst unter einem Mikroskop sind die typischen Erkennungsmerkmale gut sichtbar. Die Coronalaus hat einen großen Appetit, vorzugsweise auf wohltemperierte Lebewesen. Im Gegensatz zur Steinlaus lässt sie Wohn- und Geschäftshäuser links liegen, sie sind für sie völlig uninteressant.

Die Verbreitung der Coronalaus erfolgt vorzugsweise über Tröpfchen beziehungsweise deren Inhalt. Der menschliche Befall ist weit vorangeschritten. Wer wissen möchte, woran man einen Befall feststellen kann. Hier ein anschauliches Beispiel. Siehe unten.

In Deutschland wird Toilettenpapier gehamstert. Während sich die restliche Weltbevölkerung fragt, was damit passiert. Es gibt unterschiedliche Verwendungsformen, eine davon ist der Einsatz von Klopapier als Ganzkörperkondom. Weitere Ausführungen folgen.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

 

Karikatur: Klaus Stuttmann

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Freie Fahrt für die Bundeswehr – Hauptstadtsatire

Im Berliner Hauptbahnhof habe ich das Objekt meiner Begierde entdeckt. Einen jungen Mann ungefähr in meinen Dimensionen, in original Flecktarnkleidung der Bundeswehr. Ich denk so, jetzt nur nichts vermasseln, die Gelegenheit ist denkbar günstig. Wer weiß, wann ich noch mal fernab von einer Kaserne ein solches Exemplar erwische.

Ich steuere auf ihn zu: „Darf ich Sie mal was fragen?“ „Ja.“ „Gerücht oder Wahrheit, wenn Sie in der Kleidung Bahn fahren, dann brauchen Sie für die Fahrt nicht bezahlen?“ „Ja, stimmt, die Bundeswehr bezahlt.“ „Wissen Sie, davon träume ich seit Längerem. Ich wollte immer schon mal in dieser Kleidung mit der Bahn fahren ohne ein Ticket zu lösen. Von mir geht keine Gefahr aus, und nach allem was man von der Bundeswehr hört, von deren Ausrüstung auch nicht.

Fragen Sie mich bitte nicht, was ich dem jungen Mann dafür bieten musste, um an die Kleidung zu kommen. Auf jeden Fall freute ich mich auf meinen großen Moment, als in der Bahn die Zugbegleiterin den Gang entlang kam. Ich bringe mich in Stellung und frage nach, ob Sie meinen Fahrausweis sehen möchte. Sie: „Lassen Sie mal gut sein, ist nicht nötig, derzeit werden aus bekannten Gründen keine Fahrscheine kontrolliert.“

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre

Frau zu Kappenstein

 

 


Lass uns zusammen etwas aufbauen.