Über

arikatur: Klaus Stmann

Karikatur: Klaus Stuttmann

Text: Frau zu Kappenstein

Auch Annegret Kramp-Karrenbauer schaut auf die großen Schuhe und ist ganz bewegt. Herausforderung an Herausforderung. Dann lieber Uschi von der Leyens Ballerinas auftragen. Und Bella figura machen mit unauffälligen Bundeswehrsoldat*innen in auffälliger Flecktarnkleidung. Ein Kampf mit gut funktionierendem Gerät ist besser als mit dem anderen.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Text: Frau zu Kappenstein

 

Entzug (Satire)

Wissen Sie noch, wie Umarmen geht? Wann ist es das letzte Mal zum Äußersten gekommen. Ich bin diesbezüglich auf Langzeitentzug. Um dieser körperlichen und seelischen Grausamkeit auf legale Art und Weise ein Ende zu setzen, habe ich mir etwas einfallen lassen. Als Erstes habe ich meine Hals-Nasen-Ohren-Ärztin besucht. Ganz ehrlich, ich bin nicht ansatzweise auf Touren gekommen. Bei der Darmspiegelung gab es immerhin was zu lachen. Der Schlauchbespaßer und ich, wir haben uns über mein Innenleben und seine Herkunftsfamilie unterhalten. Welche Eltern hat so jemand, der sich im späteren Leben für das menschliche Ausscheidungsorgan interessiert. Ich sag nur soviel, da war genauso wenig immer alles sauber wie bei mir. Verschmutzungen, wo immer man hinschaut. Was ich brauche, ist mehr Pflegecharme für den Darm. Ansonsten bin ich gesundheitlich weitestgehend unauffällig. Danach musste meine Gynäkologin bzw. ich dran glauben. Die Berührungskontakte waren gänzlich anderer Natur. Ganz ehrlich, bequem oder gar schön stelle ich mir anders vor. Die ganze Sache war, wenn man von der Anamnese absieht, ohne Vorspiel. Mit gestreckten Armen und einem Knie im Osten das andere im Westen ist mir das Wort Vergnügen beim Anblick von kühlem Edelstahl endgültig aus dem Gedächtnis gefallen.

Ich habe das dann auch eingesehen, mit der Gesundheitskarte komme ich nicht an Körperkontakte, wie ich sie mir vorstelle.

Mein Kosmetikschuppen würde mich gerne sehen wollen, die dürfen aber nicht. Obwohl so eine entspannte Gesichtsmassage und die Pflege der Haut wären schon schön gewesen. Somit bleibt einmal Falten glatt legen weiterhin auf der Wunschliste. Beim Podologen hatte ich mehr Glück. Die dürfen noch ganz nah dran aus medizinischen Gründen, versteht sich. Allerdings ist das Interessengebiet, wie soll ich sagen, begrenzt. Hühneraugen, Senk-, Spreiz-, Hohl-Fuß und Hallux valgus kann ich mir dort pflegen lassen. Alles, was darüber hinausgeht, ist für den Podologen völlig uninteressant. Der einzig angenehme Teil war das Fußsohlenkraulen und vielleicht war es eine Fußreflexzonenmassage, zumindest habe ich mir das eingebildet. Jetzt weiß ich wenigstens wieder, wie sich an einer entlegenen Stelle des Körpers Berührung anfühlt.

Ihre Lachfaltenpflegerin des Vertrauens

Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Text: Frau zu Kappenstein

Tiere sind nicht nur zum Füttern, gut Zureden oder zum Streicheln da, sie müssen auch gegessen werden. Entgegen der weitverbreiteten Meinung im Vegetarier*innenlager ist außer Obst und Gemüse tatsächlich auch Fleisch essbar. Damit die 60 kg pro Kopf und Jahr geschafft werden, müssen immer mehr mehr essen, weil auch die Zahl der jungen Fleischverweiger*innen steigt. Dadurch nimmt dass ohnehin wegen der Pandemie gestiegene Körpergewicht weiter zu. Den gut sichtbaren Spuren an Bauch und Hüfte muss Einhalt geboten werden. Es gilt: Fleisch ist mein Gemüse. Damit werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, so verschwinden neben den Fliegen die wachsenden Fleischhalden. Dem Stallrückstau gehört ein Ende. Ab sofort können Patenschaften bei der Aktion „Fleisch ist mein Gemüse“ übernommen werden. Noch wird diskutiert, ob es dafür auch Gutscheine gibt, um so vorgezogen an eine COVID-19-Impfung zu gelangen.

Ihre Lachfaltenpflegerin des Vertrauens

Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Text: Frau zu Kappenstein

Die Hauptstadt hat eine Impfstraße in Treptow (Satire)

Möchten Sie auch gerne in ein Impfzentrum? Kommen Sie. Ich nehme Sie mit. Die Hauptstadt ist mit einem kompletten Impfzentrum an den Start gegangen. Hinein darf, wer eine Einladung hat. Mein Nachbar ist im Besitz dieses wertvollen Stücks Papier. Er ist 90+ und haargenau richtig für den Ausflug in die heiligen Hallen mit den vielen Impfdosen. Der Mitbewohner akzeptiert mich als Begleitperson. Der Mann weiß, was er will und was er kriegen kann, mich, die Unternehmungslustige. Als Zugezogene habe ich alles klar gemacht. Habe meinen ganzen nordrheinwandalischen Charme an den Tag gelegt auf unserer Andrea Doria und für Taxi, Impftermin und Marschgepäck gesorgt. Mit dem Gratistaxi ins Injektionsglück. Bewaffnet mit Einladung, Impfpass, Gesundheitskarte und Personalausweis. Wir werden willkommen geheißen. Nichts los auf dem Floß. Nur ausgesprochen freundliche Mitarbeiter*innen der Bundeswehr, die uns begleiten auf dem Weg durch die Impfstraße. Sie wollen wissen, ob Weißkittelallergie, Schockreaktionen auf Flecktarnkleidung oder Ohnmachtsanfälle beim Anblick von Spritzen bekannt sind. Lauter Negativanzeigen. Schon nach 45 Minuten findet der Tagesausflug ein jähes Ende. Man will uns wieder loswerden, obwohl wir noch mitten in der Diskussion stecken, ob bereits sechs anstatt der fünf Dosen aus einem Fläschchen entnommen werden. Wir könnten auch gleich ein ganzes Fläschchen nehmen, dann entfallen wenigstens die Entsorgungskosten wie bei den Masken. Die haben schließlich auch ein Verfallsdatum. Was soll’s die letzte Kiste ist aus Holz. Draußen können wir weiter diskutieren, aber nicht über den nächsten Impftermin, der steht fest in drei Wochen.

Möchten Sie jetzt auch an die Impfnadel oder zumindest die Impfstraße besuchen? Für den Ausflug in die City Ost könnte ich Ihnen über meinen Nachbarn passende Reisepartner*innen mit Einladung ins Impfzentrum vermitteln. Wir kennen uns ja.

Ihre Lachfaltenpflegerin des Vertrauens

Frau zu Kappenstein

P. S. Wie sagt noch Jens Spahn: Wir bieten denjenigen einen Schutz, die ihn besonders benötigen.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Text: Frau zu Kappenstein

 

Nicht alle sind schlecht, aber von machen wird einem schlecht.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Wie wir wissen, kommt vor dem Urteil das Vorurteil.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Winfried Kretschmann: „Wir haben nichts falsch gemacht, wir haben zu wenig gemacht.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Und jetzt noch eine verführerische Gutscheinidee
 
Ich könnte Ihnen, einen waschechten Inselbewohner aus meiner Nachbarschaft, einen „menschlichen Bettwärmer“ vermitteln. In Großbritannien wurde die Idee geboren für alle, denen im Bett so kalt ist. Zu eiskalten Nächten gehört menschliche Wärme. Und da kommt der human bed warmer ins Spiel. Die lebende Wärmflasche trägt Handschuhe, Schlafmütze und weißen Strampelanzug neben einer zertifizierten Corona-Maske und bleibt solange, bis Ihnen warm ist. Fragen Sie mich nicht, wieso es ausgerechnet mit einem Bettstrampler von der Insel so gut klappt. Womöglich kommt der sprichwörtlich britische Humor ins Spiel. Sprechen Sie mich einfach an. Der Strampelträger bleibt nicht länger als unbedingt nötig. Er ist mit einer „anspruchsvollen Frostbeule“ von nebenan verheiratet.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Die Hauptstadt hat einen Corona Chor

Übrigens, in der Zwischenzeit habe ich mir überlegt, anstatt Rachenabstrich ein gesungener Gurgelschnelltest geht doch auch. Den Solopart habe ich geübt, kann ich Ihnen schon mal vorgurgeln und Sie steigen ein „Alle meine Entchen schwimmen im Coronas See ….“ Dann sind wird der 1. Corona Chor in der Hauptstadt. Was in der Flüssigkeit drin ist, dürfen Sie mitnehmen, damit es nicht in falsche Hände gerät einfach in den Eigenen behalten.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht! … die Geduld hat ein Ende, wenn erst der Impfstoff verteilt wird, dann geht es rund wie beim Klopapier im Frühjahr. Wir können schon mal überlegen wer zuerst geimpft wird. Beispielsweise wer nachweislich immer die Abstandsregeln eingehalten hat , sich von der Maske nur getrennt hat , wenn es gar nicht anders ging und hiefür eine Bestätigung von mindestens 10 Personen hat, bekommt die Impfung im ersten Jahr nach der Ausgabe. Bis dahin können wir die AHA-Regeln üben. Für Frauen gilt beispielsweise beim Händewaschen: Seife beseitigt Keime. Der Mann braucht eine andere Ansage: Seif‘ es ab oder iss‘ es später.

______________________________________________________________________________________Karikatur: Klaus Stuttmann

Hurra – die Lösung zur Pandemiebekämpfung ist so nah

Während das Robert Koch-Institut sagt, wo es langgeht und was zu tun ist, ohne drastisch sinkende Fallzahlen zu bewirken, spricht man bei der AfD von einer Merkel Diktatur. Manche fühlen sich sogar wie Anne Frank und Sophie Scholl. Was muss denn noch alles passieren? Ich sag mal so, das Ausrauben des Grünen Gewölbes und die Entwendung der 100 kg Goldmünze sind auch keine Lösung. Wenn aber genau diese Herrschaften ihr Geschäftsmodell ändern könnten und stattdessen das Virus klauen, hätten wir alle was davon.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können. Die Werkseinstellung hat nicht für alle gereicht, außerdem gibt es die Version „Immunität gegen Fakten“.

______________________________________________________________________________________Karikatur: Klaus Stuttmann

Manchen reicht ein Glühwein für den Kopfschmerz voll und ganz. Andere brauchen da schon mehr. Denen kommt ne Demo bei Corona schon gelegener. Das Mütchen kühlen ist da nicht schwer.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Keine Angst, die letzten Ruhestätten sind vorbereitet. Wer sich fragt, was die großen freien Rasenflächen auf dem Gottesacker zu suchen haben, hier die Antwort: Alles für Opfer der Pandemie. Pro 100.000 Einwohner*innen gibt es 2646 Quadratmeter. Wenn es eng wird, dann wird gestapelt. Zumindest dafür ist gesorgt. Eine Sorge weniger.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Super Idee. Ist genau wie mit Karneval und Covid. Wenn die aufeinandertreffen, dann haben die richtig Spaß. Nur für den Karneval ist an Aschermittwoch alles vorbei.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Die Solidarität kennt kein Ende Superreiche zeigen ein Herz für die Kultur und spenden freiwillig. Man will sich nicht dem Vorwurf aussetzen, keinen Beitrag zum Lockdown light gegenüber der notleidenden Kultur geleistet zu haben. Zahllose Kleidungsstücke, sogar nur einmal getragene Kleider sollen den Besitzer und die Besitzerin wechseln, das spart außerdem die Reinigungs- und Entsorgungskosten. Damit dürfte wohl die von H. Grönemeyer geforderte Sonderabgabe zur Rettung der Künstler*innen entfallen. Schließlich kann die Kleidung weit über das Winterhalbjahr hinaus getragen werden. „Kleider machen Leute“ und sei schon rein äußerlich nicht zu erkennen, wer von dem Berufsverbot seit März betroffen ist.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Eröffnungsfeier mit Pleitegeier

Neueste Erkenntnisse: Der BER soll nach den vielen Flüchen doch noch ein Ort des Segens werden. Aufgrund der Corona-Pandemie und des veränderten Klimas kommt der Flugverkehr nicht mehr ans Fliegen. Die Millionenhilfen werden umgeleitet in Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Masken, Abstandshalter etc. Derweil verwandelt sich die zeitlose Architektur des Gebäudes in eine zeitgemäße Spaßoase. Ein Name ist schon gefunden: „BER Wunderland“. Vorbild ist der Schnelle Brüter „Vergnügungspark Wunderland Kalkar“.
Seien Sie froh, dass Sie mich haben.
Ihre
Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann Neueste Mitteilungen aus dem Homeoffice von Jens Spahn: „Ich selber habe dem Coronavirus Beherbungsverbot erteilt. Außerdem bin ich mittlerweile der Meinung, Masken bringen wohl etwas, deswegen habe ich ja auch so viele bestellt und damit die nicht verfallen, gibt es jetzt geimpfte Masken für alle, solange der Vorrat reicht. Hier gilt: Wie beim Klopapier viel hilft viel. Einfach fünf Lagen übereinander tragen. Wer nicht weiß, ob es wirklich wirkt, dem sei gesagt, selbst wenn es nicht wirkt, es schadet nicht.“ Ihr Master of Pandemie-Desaster Karikatur: Klaus Stuttmann

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Karikatur: Klaus Stuttmann Neuerungen: Beim Beherbergungsverbot soll der Corona-Test abgelöst werden. Das bisherige Beherbergungsverbot, das sowohl für Menschen aus Risikogebieten und bei der Einreise in Risikogebiete galt, wird aufgehoben. Dagegen gilt weiterhin mit Anstand auf Abstand, Stoß- und Querlüften alle 20 Minuten. Fensterlose Räume sind unverzüglich mit Fenstern zu versehen. Sollten die Infektionszahlen innerhalb der nächsten 14 Tage nicht rückläufig sein, werden Geschäftsreisende durch Kinder ausgetauscht. Die Regierung geht dabei außerdem von innovativen Geschäftsabschlüssen aus. Zur besseren Erkennbarkeit, in welchem Bundesland man sich gerade befindet, wird das Tragen der Mund- Nasenmaske gemäß der obigen Abbildung Pflicht. Wie ich gerade lese, gelten diese Regelungen ab sofort.

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Karikatur: Klaus Stuttmann „Hier spricht Ihr Lokführer. Ich habe eine Information für Sie. Liebe Fahrgäste, mit diesem Zug geht es jetzt zu Ende. Soooo, meine Damen und Herren, wenn Sie jetzt alles mitmachen, dann können wir gleich weiterfahren. Sonst werden Sie ja immer gefragt, was Sie brauchen. Jetzt machen wir das mal umgekehrt, Sie können mich fragen, was ich brauche. Ach, Sie haben ja kein Mikrofon. Also, was ich brauche, sind gangbare Außentüren. Machen Sie einfach mal mit und öffnen alle Türen in Fahrtrichtung rechts. Eine Reihe weiter höre ich eine Mitreisende sagen: „Da mache ich nicht mit, der ist mir zu freundlich.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann Manche tragen Implantate auf dem Kopf, manche anderenorts. Die Ergebnisse sind allemal erstaunlich, wie konsequent, käuflich. Auch bei der Arbeit lauert Ansteckungsgefahr. Ich wünsch mir was: Unten dicht und oben klar, das wäre wirklich wunderbar. Und wie sieht es bei Trump aus? Es geht um Kredite und Geldwäsche, um die Milliarden ex-sowjetischer Oligarchen – und es geht um brisante Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Global Playern: dem heute mächtigsten Mann der Welt und dem größten deutschen Bankhaus.

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Moria, wenn die anderen machen, dann machen wir mit

Dabei haben wir wie im Flugzeug die Sauerstoffmaske schon auf und können uns um die anderen kümmern.

Wer für die europäische Lösung ist, hat Wahnvorstellungen, deswegen kommen die Warnsignale von Moria nicht an.

Man könnte meinen, manche trage die Maske auf den Ohren und den Augen.

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Wenn eine Minderheit der Mehrheit sagen will, wo es langgeht

Was hatte Berlin wieder für eine Demo … Besinnungslos wurden Fahnen geschwenkt von Bürger*innen, die keine Bürger*innen sein wollen. Die gegen Demokratie sind, sie aber für sich fordern. Gern wären sie im Reichstag gewesen. Und was dann? Einfach als Besucher*in anmelden, schon ist man drin. Also, was soll das Ganze: viel Lärm um nichts. Ich gehe schon mal auf Distanz, obwohl das Demonstrationsrecht eine ausgesprochen gute Sache ist.

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Viele kommen ja nach Berlin wegen der Liebe. Bei mir sieht das anders aus. Ich bin hierher gekommen wegen der Kultur. Und was ist jetzt? Ich sag nur so viel: „Deine Liebe guckst du dir doch auch nicht tagelang im Internet an. Mit der Kultur soll ich das aber so machen. Berlin kann nicht halten, was ich mir von Berlin versprochen habe. Für mich steht fest: Es ist nicht überall Hauptstadt drin, wo Hauptstadt drauf steht.“

Seien Sie froh, dass Sie mich haben.

Ihre Frau zu Kappenstein

P. S. Die Künstler*innen haben Berufsverbot.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Kreative Lösungen gegen Altersarmut Die Altersvorsorge wird immer wichtiger, daher ist Kreativität gefragt. Die Rentenberaterin könnte bei dem Elend täglich jemanden unter die Arme greifen, meine Mutter lehnt das Vergnügen dankend ab, und der Hausmeister nimmt mich, wenn nicht ich, sondern mein Konto voll ist. „Deutsche Krankheit“ – Die Rentenschwindsucht Kann man verordnen, den Lebensunterhalt im Alter einfach zu halbieren? Man kann – und mehr als das! Die Altersversorgung in Deutschland nimmt einen dramatischen Verlauf. Ebenso dramatisch ist die Nichtwahrnehmung dieser katastrophalen Entwicklung in der Öffentlichkeit https://www.heise.de/tp/features/Deutsche-Krankheit-Die-Rentenschwindsucht-4859738.html

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Immer dieser bescheuerte Andy. Immerhin bleibt sich die CSU treu und schickt zur Entsorgung Verkehrsminister nach Berlin. Aktuell ist Master of Mautdesaster am Ruder, der Kämpfer für Elektrotretroller und schlechte-Luft-egal-Werte freut sich darüber, dass die Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeitsüberschreitung einkassiert werden. Er war sowie dagegen. Wann, ja wann endlich erklärt ihm jemand den Unterschied zwischen Abwrackprämie für Autos und die für Politiker in Verkehrsfragen.
 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Seehofer ist in Sachen Rassismus undercover unterwegs Er will wissen, wie es ist, und geht analog zu Günter Wallraff investigativ vor. Seehofer ist als Schwarzer nicht wiederzuerkennen. Er wird gefragt: „Woher du seien?“ Das Gegenüber hält währenddessen das Portemonnaie festumschlossen und fragt weiter: „Und was machst du so?“  „Ich arbeite im Krankenhaus.“ „Bestimmt als Pflegekraft“ und er antwortet, „nö, als Chefarzt.“ Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann

Das Männergespräch

Söder: „Wie viele Wandlungen denn noch, grüner Anstrich, Bienen streicheln und jetzt Zöpfe tragen.“ Laschet: „In meiner Ehe bin ich schon mit einer Frau verheiratet.“ Röttgen: „Ich seh doch selber gut aus.“ Spahn: „Ich weiß gar nicht, was das soll, mein Mann und ich, wir praktizieren Gleichstellung.“ Merz: „Ganz ehrlich, es ist ein Gerücht, dass die Wurst besser wird, wenn das Schwein vorher mit dem Metzger spricht.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann
 
Ganz gleich ob EU, Kanzlerfrage oder CDU-Vorsitz überall Schattengewächse

Bleiben wir bei der CDU. CDU ist bekannt? Club Deutscher Unternehmer. Als amtierende CDU-Vorsitzende könnte Annegret Kramp-Karrenbauer gut Unterstützung gebrauchen. Was passiert stattdessen? Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. Und wer da alles kräht. Der Möchtegern George Cloney: Nobby Röttgen oder der Handlanger von Black Rock, der Monat Merz. Und dann  Jens Spahn, das fleischgewordene Standbild aus dem Gesundheitsministerium. Nicht zu vergessen Armin Lasset, sagt ständig was, auch wenn er nichts zu sagen hat.

Anstatt eine neue ANGELA aufzubauen, nichts in Sicht, nur Schattengewächse.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Einzuhalten ist: 1,5 m, also eine extra große Wurstlänge Abstand Tönnies, die Firma mit dem schönsten Logo und der größten Unkenntnis beim Inhaber, will herausbekommen haben, was verändert werden muss, obwohl Herr Tönnies die Verbreitung des Virus von Anfang an untersagt hat. „So etwas ist ja kriminell.“ Ihm ist auch zu Ohren gekommen, dass mit Beginn der Urlaubszeit Fahrzeuge mit Gütersloher Kennzeichen Beherbergungsverbot haben. Das findet er ungerecht und empfiehlt kreativen Umgang mit dem GT-Kennzeichen: Für Gera einfach das T abkleben. Alternativ kann auch das G abgeklebt werden und das T wird dafür ergänzt. Da gibt es viele Möglichkeiten. Das Kfz-Kennzeichen nur T gibt es nicht. Dagegen stehen TUT für Tuttlingen in Baden-Württemberg bis THW und mehr zur Verfügung. Wer sich für THW entscheidet, sollte sich auf Anfragen bezüglich technischer Hilfsmaßnahmen einstellen. Dieser kreative Umgang ist selbstverständlich freiwillig, genau wie der Nutri Score von Julia Klöckner. Dagegen unbedingt einzuhalten ist: 1,5 m, also eine extra große Wurstlänge Abstand, offiziell auch bei Tönnies.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Während Seehofer sich beraten lässt (s. o.) gehen bei der TAZ Vorschläge zur Anschlussverwendung von Seehofer ein: Ministerium für Hobbyeisenbahnen Ministerium für Zaunbefestigungsanlagen Ministerium für Figurenbastelsets (Merkel) Ministerium für Satzpausen und Satzverzögerungen Ministerium für Händeschüttelverweigerer Ministerium für private Äußerungen (AFD-Kritik) Ministerium für den bedächtigen Berufsausstieg Ministerium für Fremdschämen Ministerium für Fettnäpfchen Ministerium für Söderverhinderer

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Karikatur: Klaus Stuttmann Spahn und die Pandemie (Satire) Der Mann wird unglücklich, wenn er drei Tage nicht in den Medien war. Derzeit gibt es das Problem nicht. Ansonsten befürchtet er nicht mehr auf der Straße erkannt zu werden oder hat Angst endgültig in Vergessenheit zu geraten, wie sein Ehegespons weiß. Damit das nicht passiert, gibt es einen großen Ideenstapel mit vielen Projekten. Corona-Warn-App oder die Sache mit der Organspende. Alle, die eine Organspende benötigen, freuen sich darauf. Wie sieht es bei Daniel aus, das ist Spahns Ehemann? Er soll alles erben. Sogar Jens‘ Herz. Dabei reicht es dem Daniel völlig, wenn Jens ihm täglich sein Herz ausschüttet. Auch die Leber soll er bekommen. Alles, nur die nicht. Jens hatte ein Vorleben im Münsterland, das hielt sich im Wesentlichen durch die Kultur der Schützenvereine und deren Trinkgewohnheiten aufrecht. Das mit dem „aufrecht“ nehmen Sie mal besser nicht wörtlich. Die Leber kann er behalten. Und dann spricht er auch noch von den Nieren. Der Jens war noch nie gut durchspült, das trifft auch für die Nieren zu. Und jetzt noch die Corona-Warn-App. Hört das denn nie auf? Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttman Damit Corona nicht viral geht Von wegen Grenzen dicht, Regale leer, wie früher in der DDR. Grenzen auf, Regale voll, kauft, was ihr kaufen wollt. Nun kurbeln Sie mal schön die Wirtschaft an mit dem Kauf von Masken, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Duschvorhängen. Arztpraxen empfehlen: Damit Corona nicht viral geht, geht der Duschvorhang bei der Umarmung. Ich glaube mein Freund Tilman überlegt immer noch, ob ich einen durchsichtigen oder einen undurchsichtigen Duschvorhang zum nächsten Treffen mitbringe. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann MS Schmetterlinge im Bauch Gundula, meine Freundin hat es geschafft. Während andere eine Immobilie kaufen, hat sie ihre verkauft und in Kreuzfahrten investiert. Nach über 20 Kreuzfahrten ist ihr ein Fisch ins Netz gegangen. Jetzt sind die beiden auf Kreuzfahrt von Spandau, wo er wohnt, über Charlottenburg, wo sie wohnt, auf die Weiten der Spree hinaus.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Haute couture während der Pandemie In diesen Tagen ist der Urlaub ein Thema und damit die Frage der passenden Urlaubsbekleidung. Wer was auf sich hält, passt sich den Gegebenheiten an. Zur Einstimmung ein Vorschlag für die Bademode. Nur damit man sich schon mal an den Anblick gewöhnen kann. Ich mache in Corona-Zeiten einfach mal Urlaub vom Verreisen. Geht doch auch. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann Wir bleiben mit Anstand auf Abstand Guten Tag, hier spricht der Flugkapitän auf dem Covid 19 Flug. Schnallen Sie sich bitte an und die Bedenken aus. Wir haben mehrfach überlegt, aber leere Sitzreihen rechnen sich nicht. Dafür können Sie mit uns rechnen. Sollte jemand an Ihrer Seite erkranken, bleiben Sie entspannt und legen die Person einfach am Notausgang ab. Wir kümmern uns darum. Selbstverständlich bleibt die Lüftung während des gesamten Fluges in Betrieb und verbreitet ausschließlich angenehme Aerosole. Sie befinden sich an Bord eines erfahrenen Flugteams. Zu Ihrer Sicherheit wurde Corona über diesen Flug informiert. Ansonsten bleiben wird mit Anstand auf Abstand. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann Meine Nachbarin kommt von einem Gehirnforschungsinstitut zurück. „Na, wie war es?“ „Ganz ok. Das Institut sucht jetzt Testpersonen für eine Vakuumforschung und bittet um Mithilfe. Wenn du jemanden kennst?“ „Einfach mal nachsehen bei den Massenveranstaltungen in Coronazeiten.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann Verschwörungstheoretiker*innen brauchen Liebe Das muss ich Sie noch unbedingt fragen, was machen Sie eigentlich beruflich?“ „Ich beschäftigte mich mit Zugluft.“ „Dieses Berufsbild findet ja immer mehr Verbreitung. Sagen Sie nichts, das sind doch die, die in der Öffentlichkeit für mehr Hygiene demonstrieren. Richtig?“ Ich glaube ja, die Demonstran*tinnen brauchen unsere Liebe am meisten, wenn sie sie am wenigsten verdienen.

 

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann „Öl zu verschenken von großzügiger Nachbarin Bitte vorläufig nicht Nachtanken, stattdessen Familienangehörige, den Bekannten- und Freundeskreis informieren. Ohne Nachweis der Bedürftigkeit wird an alle abgegeben. Staatliche Subventionen für Großbetriebe sind ja schon bekannt, deswegen wird es höchste Zeit, endlich mal die „Kleinen Leute“ zu bedenken. Sie brauchen auch keine Angaben über die Abnahmemenge zu machen, es ist genug für alle da. Von digitalen Anfragen ist abzusehen, wir wollen ja nicht, dass die Server abstürzen. Aus logistischen Gründen ist es von Vorteil, sich ein Zeitfenster unter Angabe der Abnahmemenge auf der Seite „Öl für alle“ zu buchen.“ Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Bitte gegenwärtiges Aussehen mit dem Ausweisfoto vergleichen Mich ereilt eine Mail von den Meisterinnen und Meistern der Haarschneidekunst. Da ist zu lesen: Nach einer Zwischenphase ist klar geworden, wir gehören dazu, wir sind systemrelevant. Deswegen sind wir hocherfreut, wenn unsere Dienste in Anspruch genommen werden. Bei nicht wenigen weicht das allgemeine Erscheinungsbild stark von dem Bild im Ausweis ab. Daran ändert auch das Abnehmen der Mundnasenmaske nichts. Bei uns wurde Vorsorge getroffen und wir sind innerlich und äußerlich vorbereitet und gebieten mit Scheren und Kämmen in Extralänge dem Haarwuchs Einhalt. Dann kann wieder zum Vorschein kommen, was darunter verborgen blieb. Derzeit ist der Ausschank von Getränken untersagt. Bitte arbeiten Sie gegen die Dehydrierung selber an. Während Ihres Aufenthalts schweigen wir ausdauernd. Hochsteck-, tiefergelegt oder Undercutfrisuren bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Die Zeichensprache braucht nicht neu erfunden zu werden. Sollte es zu Verständigungsschwierigkeiten kommen, einfach auf die Stelle in den ausgelegten Explosionszeichnungen tippen. Ansonsten gilt: Wir bleiben auf Abstand bei Gesichtsbehaarung, insbesondere bei Haaren auf den Zähnen, Theo-Waigel-Gedächtnisbrauen, Wimpern und Nasenhaaren. Bei Überlänge an besagten Stellen steht ein innovatives Tutorial zur Verfügung. So können Sie in Eigenregie mit ein wenig Geschick ein extraordinäres Flechtwerk mit individueller Note entstehen lassen. Bei personenbezogene Daten bleiben wir nicht auf Abstand. Sie werden entgegengenommen, um auch im Nachhinein zu ermitteln, wer die Haarschneidekunst verursacht hat und wer von der Auswirkung profitieren durfte. Bitte berücksichtigen Sie, wegen der hohen Nachfrage werden Termine über Wochen im Voraus vergeben. Auch wenn es noch so ärgerlich sein mag, sonntags wird Kundschaft und Hairstylist voneinander getrennt. Denn wie wir alle wissen, am 7. Tag sollst du ruhen. Das gilt sowohl für Handgelenke als auch nachwachsende Haare. An allen anderen Tagen wird bis zum Umfallen weitergearbeitet. Nach Einbruch der Dunkelheit mit elektrischem Licht. Ihre Stylisten freuen sich auf Sie. P. S. Wir machen garantiert das Beste draus, wenn Sie Ihren Personalausweis mitbringen.

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Es geht voran, zumindest bei den Baustellen Der BER soll eröffnen. Ich gucke ja auch ganz viel, was meine Freundinnen in Coronazeiten so machen, die einen graben den Garten um, das entfällt bei mich. Ohne Balkon kann ich nicht mal die Balkonkästen von rechts nach links sortieren. Dafür habe ich ein Fernglas, damit kann ich die zahllosen Baustellen beobachten. Dann seh ich wenigstens, wie es woanders vorangeht. Schon jetzt überlege ich, ob der BER mit oder ohne Flugbetrieb eröffnet. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann Berlin hat eine neue Handtuchkultur Ich weiß ja nicht, weshalb Sie in Berlin sind bzw. nach Berlin gekommen sind. Bei mir ist es wegen der Kultur. Seitdem ich die Handtuchkultur wieder für mich entdeckt habe, steht fest, ich bleibe hier. Der Mensch braucht Halt. Dabei hilft eine vorgegebene vertraute Gestaltung auch im Außenbereich. Fürs individuelle Wohlbefinden gibt es in meinem Sommerwohnzimmer außerdem Bierkultur (an jedem Tag), Baumkultur (den Baum werde ich pflanzen und täglich bestaunen) und Modekultur (mal Bikini, mal Turban und auf jeden Fall ein mitwachsendes Handtuch).

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Heute habe ich Ihnen die Coronalaus mitgebracht. Ein sehr kleines Tier, das seinen Ursprung dem Vernehmen nach im trumpschen Umfeld hat und inzwischen per Flugzeug und Schiff weltweit verbreitet worden ist. Diesem possierlichen Tierchen muss man mit Abstandsregeln und umfänglicher Hygiene begegnen. Mit bloßem Auge ist die Coronalaus nicht erkennbar. Erst unter einem Mikroskop sind die typischen Erkennungsmerkmale gut sichtbar. Die Coronalaus hat einen großen Appetit, vorzugsweise auf wohltemperierte Lebewesen. Im Gegensatz zur Steinlaus lässt sie Wohn- und Geschäftshäuser links liegen, sie sind für sie völlig uninteressant. Die Verbreitung der Coronalaus erfolgt vorzugsweise über Tröpfchen beziehungsweise deren Inhalt. Der menschliche Befall ist weit vorangeschritten. Wer wissen möchte, woran man einen Befall feststellen kann. Hier ein anschauliches Beispiel. Siehe unten. In Deutschland wird Toilettenpapier gehamstert. Während sich die restliche Weltbevölkerung fragt, was damit passiert. Es gibt unterschiedliche Verwendungsformen, eine davon ist der Einsatz von Klopapier als Ganzkörperkondom. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein Karikatur: Klaus Stuttmann

 

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Karikatur: Klaus Stuttmann Unterstützung für die Bundesregierung – Atemschutzmasken Marke Eigenbau Gundula, Sie wissen schon, meine Freundin ist unerschrocken, wenn es darum geht Gutes zu tun. Jetzt hat sie in den Schubladen und im Gedächtnis mit Erfolg gekramt. Sie bietet in diesen harten Zeiten der Bundesregierung Unterstützung an und beschäftigt sich mit der Produktion von Atemschutzmasken Marke Eigenbau. Mach Sinnvolles und bring mehr Farbe in dein Leben. Ganz solidarisch stellt sie ihren selbstgekauften Stoff und ihre Arbeitskraft dafür zur Verfügung. Im Gegenzug stellt sie sich vor, dass bei öffentlichen Übertragungen im Fernsehen ihre gute Idee für alle gut sichtbar wird und freut sich schon jetzt über die schönen Bilder mit den Politikerinnen und den Politikern. Das Stoffmuster ist im Titelbild.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Herausforderung Blumenerde Gundula, Sie wissen schon, meine Freundin ist umtriebig. Jetzt hat sie sich vorgenommen, in der Osterzeit ihren Balkon zu verschönern. Dazu benötigt sie Blumenerde. Sie glauben nicht, was es alles gibt: Erde für Bio-Pflanzen, Grünpflanzen, Kübelpflanzen, Natur Blumenerde, leichte Blumenerde, Blumenerde Compact usw. Bei dieser Vielfalt war sie erschrocken. Sie hat eine Nacht darüber geschlafen, um an nächsten Tag sich erneut mit dem Thema Blumenerde auseinanderzusetzen. Ein Spezialgeschäft mit Spezialpreisen erschien ihr zu teuer. Bis sie letztendlich in einem anderen Geschäft die Erde erstanden hat. Auf dem Balkon gab es dann Rosen und Erde für Pfingstrosen. Ein No-Go. In der Hauptstadt ist das Leben auch nicht immer einfach.

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Karikatur: Klaus Stuttmann Aktivität bei steigenden Temperaturen Gundula, meine Freundin, ist bei den steigenden Temperaturen ungewöhnlich aktiv. Sie wuselt. Jetzt hat sie ihren „oben- ohne Wagen“ neben ihren „oben- mit- Wagen“ gestellt. Sie wissen schon, Cabrio neben Limousine und rennt von einem Fahrzeug zum anderen, als würde sie danach bezahlt, wie häufig sie wechselt. Kaum ist sie aus dem einen Auto ausgestiegen, schon sitzt sie hinter dem Lenkrad des anderen Fahrzeugs. Ich sollte ihr mal sagen, auch noch so begabte Frauen schaffen es nicht, in beiden Fahrzeugen gleichzeitig zu sein. Erst neulich hat sie allerdings einen ausgiebigen Ausflug mit dem Fahrrad gemacht und den Weg zurück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie wird sich doch hoffentlich nicht was eingefangen haben?! (Jetzt erfahre ich, das Fahrzeug hat sich was eingefangen, schlappe Batterie.)

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Karikatur: Klaus Stuttmann Heutzutage wird man Influencer, auch im Hause Lasset Meine Freundin will sich jetzt ein Tutorial ansehen, wie man seine Haare schneidet. Meine zarte Empfehlung lautet: „Mach einfach ein Foto vom Istzustand, wer weiß, wofür es gut ist. Gut möglich, dass du nach dem Tutorial selbst ein Tutorial erstellst, dann kannst du stolz das Vorherfoto präsentieren.“ Als Anschauungsmaterial für einen Influenzer habe ich ihr noch einen Mode-Blog empfohlen. Der Sohnemann vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten ist damit groß rausgekommen. Nein, der Sohn modelt nicht, der ist Mode-Blogger. Und mit 1,78 m eindeutig größer als sein Vater, das muss man erst mal schaffen. Früher wollte man irgendwas mit Medien machen, heute wird man Influencer. Wenn er dann gefragt wird, kann er sagen, ich bin der Sohn vom Armin Lasset und Influencer oder umgekehrt. Vielleicht kleidet er demnächst das Kabinett ein, die Saaldiener oder das Servicepersonal vom Catering. Ich weiß doch auch nicht, was noch alles passiert. Seien Sie froh, dass Sie mich haben. Ihre Frau zu Kappenstein

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Karikatur: Klaus Stuttmann Freie Fahrt für die Bundeswehr – Hauptstadtsatire Im Berliner Hauptbahnhof habe ich das Objekt meiner Begierde entdeckt. Einen jungen Mann ungefähr in meinen Dimensionen, in original Flecktarnkleidung der Bundeswehr. Ich denk so, jetzt nur nichts vermasseln, die Gelegenheit ist denkbar günstig. Wer weiß, wann ich noch mal fernab von einer Kaserne ein solches Exemplar erwische. Ich steuere auf ihn zu: „Darf ich Sie mal was fragen?“ „Ja.“ „Gerücht oder Wahrheit, wenn Sie in der Kleidung Bahn fahren, dann brauchen Sie für die Fahrt nicht bezahlen?“ „Ja, stimmt, die Bundeswehr bezahlt.“ „Wissen Sie, davon träume ich seit Längerem. Ich wollte immer schon mal in dieser Kleidung mit der Bahn fahren ohne ein Ticket zu lösen. Von mir geht keine Gefahr aus, und nach allem was man von der Bundeswehr hört, von deren Ausrüstung auch nicht. Fragen Sie mich bitte nicht, was ich dem jungen Mann dafür bieten musste, um an die Kleidung zu kommen. Auf jeden Fall freute ich mich auf meinen großen Moment, als in der Bahn die Zugbegleiterin den Gang entlang kam. Ich bringe mich in Stellung und frage nach, ob Sie meinen Fahrausweis sehen möchte. Sie: „Lassen Sie mal gut sein, ist nicht nötig, derzeit werden aus bekannten Gründen keine Fahrscheine kontrolliert.“

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Karikatur:  Klaus Stuttmann Was sonst noch zu erledigen ist, übernehme ich Meine Etagenmitbewohnerin will von mir wissen, was ich mit dem Fahrrad auf der Etage mache. „Ich habe das Fahrrad unter persönlicher Beobachtung, in Berlin wird so viel geklaut, gelegentlich klingele ich bei einem Überholmanöver bei geöffnetem Fenster, haben Sie das schon mal mitbekommen?“ Und sie,“wir müssen dringend dafür sorgen, dass Sie mal wieder vor die Tür kommen.“ Darauf antworte ich: „Nicht freiwillig, da draußen tobt der Coronavirus.“ Und sie: „So schlimm kann es gar nicht werden, es fliegt kaum noch jemand, Großveranstaltungen werden abgesagt, Urlaube storniert, was unsere Regierung in Sachen Klima nicht schafft, das schafft der Virus mit links und was sonst noch zu erledigen ist, das würde ich schon erledigen, wenn ich endlich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung Vorräte anlegen nachgehe, eine muss sich ja der Supermarktregale annehmen.“

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Karikatur: Klaus Stuttmann Seniorinnen und Senioren unter Artenschutz (Satire) Seniorinnen und Senioren werden unter Artenschutz gestellt. Ältere Menschen müssen sich mehr bewegen und jetzt so etwas. Anlagen/Terrassen werden umfunktioniert bzw. als Ausstellungsfläche gekennzeichnet.  Sollten Sie während Ihres Spaziergangs auf eine solche Anlage treffen, dann wissen Sie Bescheid. Bleiben Sie einfach auf Abstand und wenn Sie Kontakt aufnehmen bitte mit Respekt und Anstand. Die Herrschaften stehen unter Artenschutz. Corona lässt grüßen.

Lass uns zusammen etwas aufbauen.